09.05 Dienstag – Tokyo – Fischmarkt neu – Teamlab – Ginza – Shibuya Sky

Sonnentag

  • 07:30 Uhr – Treffen im Lounge-Bereich vom Hotel Wing
  • 08:30 Uhr – Fischmarkt alt + neu?
  • Frühstück – Sushi
  • 10:45 Uhr – Meeting vor dem TeamPlanet Tokyo – Gedanken >>>
  • 13:30 Uhr – Mittagessen vegan Ramen im Teamlab
  • 14:30 Uhr – 18:00 Uhr Ginza
    • Nakagin Capsule Tower 
    • Mikimoto Tower
    • Itoya Paper
    • Luis Vuitton Ginza
    • Muji 
    • Kayanoya / Nihonbashi
    • Luis Vuitton Matsuya
    • Tokyo International Forum

Ein weiterer sonniger Tag in Tokio begann früh. Bereits um 7:30 Uhr trafen wir uns im Lounge-Bereich unseres Hotels und machten uns anschließend auf den Weg zu den Fischmärkten. Auf dem Programm standen der traditionelle Tsukiji Outer Market und der neuere Fischmarkt in Toyosu. Und was könnte als Frühstück an einem solchen Morgen passender sein als Sushi?

Danach ging es weiter zum teamLab Planets Tokyo. Nach vielen Tagen in den Städten Japans, vielen Kilometern zu Fuß und unzähligen Eindrücken war dieser Besuch auf eine ganz eigene Weise erfrischend. Schuhe und Socken blieben am Eingang zurück – und plötzlich bewegten wir uns barfuß durch die Ausstellung.

Mal führte der Weg durch Wasser, mal über weiche oder unerwartet nachgebende Böden, durch dunkle Räume, Licht, Spiegelungen und Projektionen. Die Grenzen zwischen Raum, Bild und Bewegung begannen sich aufzulösen. Man betrachtete die Installationen nicht einfach von außen, sondern wurde selbst Teil davon.

Besonders faszinierend war, wie unmittelbar der eigene Körper in die Wahrnehmung einbezogen wurde. Wasser umspülte die Füße, Licht veränderte den Raum, Bilder reagierten auf Bewegung und setzten sich über Wände und Böden hinweg fort. Manchmal verlor man für einen Moment sogar das Gefühl dafür, wie groß ein Raum tatsächlich war und wo seine Grenzen lagen.

Nach den bereits vielen Tagen auf den Beinen fühlte sich gerade das Laufen durch das Wasser überraschend wohltuend an – fast wie eine kleine Pause innerhalb der Reise, obwohl es gleichzeitig unglaublich viel zu entdecken gab.

Für mich war teamLab deshalb weit mehr als eine digitale Ausstellung: ein faszinierendes räumliches Erlebnis, bei dem Sehen, Bewegung, Berührung und die eigene Wahrnehmung miteinander verschmolzen.

Nach diesem besonderen Erlebnis stärkten wir uns noch mit veganen Ramen, bevor es am Nachmittag weiter nach Ginza ging. Dort wartete wieder ein dichtes Programm aus Architektur, Innenraumgestaltung, Design und natürlich dem unmittelbaren Erleben der Stadt.

Zu unseren Stationen gehörten unter anderem der Mikimoto Ginza 2, Itoya mit seinen zahlreichen Etagen rund um Papier und Gestaltung, Muji sowie die außergewöhnlichen Gebäude und Fassaden internationaler Modehäuser. Auch Louis Vuitton gehörte zu unserem Weg durch Ginza. Gerade hier lässt sich auf vergleichsweise engem Raum erleben, wie stark Architektur selbst zum Bestandteil der Identität einer Marke wird.

Auch der Nakagin Capsule Tower, eines der bekanntesten Beispiele des japanischen Metabolismus, spielte auf unserer Route anders als 2016 leider keine Rolle mehr. Das Gebäude selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits abgerissen. Sein ehemaliger Standort erinnerte jedoch an einen Bau, der über Jahrzehnte zu den Architekturikonen Tokios gehörte.

Unser Weg führte uns weiter durch das Stadtgebiet, unter anderem in Richtung Nihonbashi, und schließlich zum Tokyo International Forum. Der große gläserne Bau mit seinem eindrucksvollen, weit gespannten Innenraum bildete noch einmal einen ganz anderen architektonischen Maßstab als viele der zuvor besuchten Geschäfte und kleineren Stadträume.

Nach diesem langen Nachmittag blieb gegen 18 Uhr nur Zeit für einen kleinen Snack, denn auch damit war der Tag noch nicht beendet.

Am Abend ging es weiter nach Shibuya. Um 19:20 Uhr stand mit Shibuya Sky noch einmal ein ganz anderer Blick auf Tokio auf dem Programm. Hoch über der Stadt öffnete sich der Blick über das scheinbar endlose Häusermeer – auf Straßen, Lichter und die dichte Struktur dieser riesigen Metropole.

Nach einem Tag, der morgens auf dem Fischmarkt begonnen hatte, uns barfuß durch die immersiven Räume von teamLab und anschließend durch Architektur und Design in Ginza geführt hatte, war dieser Blick von oben ein eindrucksvoller Abschluss.

Ein langer und ausgesprochen vielfältiger Tag in Tokio – vom Sushi-Frühstück am Morgen bis zum nächtlichen Blick über die Stadt.

TEAMLAB

Der Gedanke

Nach vielen Tagen in den Städten von Japan unterwegs, vielen Kilometern zu Fuß und unzähligen Eindrücken war der Besuch im teamLab auf eine ganz eigene Weise erfrischend. Schuhe und Socken bleiben am Eingang zurück – und plötzlich bewegt man sich teilweise barfuß durch die Ausstellung.

Mal führt der Weg durch Wasser, mal über weiche oder unerwartet nachgebende Böden, durch dunkle Räume, Licht, Spiegelungen und Projektionen. Die Grenzen zwischen Raum, Bild und Bewegung beginnen sich aufzulösen. Man betrachtet die Installationen nicht einfach von außen, sondern wird selbst Teil davon.

Besonders faszinierend ist, wie unmittelbar der eigene Körper in die Wahrnehmung einbezogen wird. Wasser umspült die Füße, Licht verändert den Raum, Bilder reagieren auf Bewegung und setzen sich über Wände und Boden hinweg fort. Manchmal verliert man für einen Moment sogar das Gefühl dafür, wie groß ein Raum tatsächlich ist und wo seine Grenzen liegen.

Nach den bereits vielen Tagen auf den Beinen fühlte sich gerade das Laufen durch das Wasser überraschend wohltuend an. Fast wie eine kleine Pause innerhalb der Reise – obwohl es gleichzeitig unglaublich viel zu entdecken gab.

teamLab war für mich deshalb weit mehr als eine digitale Ausstellung. Es war ein faszinierendes räumliches Erlebnis, bei dem Sehen, Bewegung, Berührung und die eigene Wahrnehmung miteinander verschmelzen – und eines, das noch lange in Erinnerung bleibt.

08.05 Montag – Tokyo – Ikebukuro – Kawaguchi – Itabashi, Toshima

Regentag bis 10:00 Uhr

  • 06:00 Uhr – Treffen im Lounge-Bereich vom Hotel 9 Hours, Taschen holen, Tasche mit Handtüchern zurückbringen und auschecken.
  • Transport der Koffer ins neue Hotel Hotel Wings in Ikebukuro – bedauerlicherweise genau in der Rushhour
  • ca. 10:00 Uhr Frühstück im neuen Hotel
  • ca. 11:30 Uhr Architektur Bank 1 Kawaguchi – Emmanuelle Moreaux
  • ca. 12:30 Uhr Architektur Bank 2 – Emmanuelle Moreaux
  • ca. 13:30 Uhr Curtain Wall House – Shigeru Ban
  • ca. 14:00 Uhr Architektur Bank 3 – Emmanuelle Moreaux
  • ca. 15:00 Uhr Apartment Houses – Sou Fujimoto
  • ca. 16:00 Uhr Tree Ness House – Akhisa Hirata
  • ca. 19:30 Uhr Overlab House – Akihisa Hirata
  • 20:00 Uhr Abendessen – Barbecue Restaurant Yakiniku Gyu in der Nähe der Otsuka Station
  • 23:00 Ankunft im Hotel
  • Reiseblog – 360° Pictures + Webseite

Der Montag begann früh – und zunächst ziemlich nass. Bereits um 6 Uhr trafen wir uns im Lounge-Bereich unseres Capsule Hotels 9h, um auszuchecken und mit unserem Gepäck zum nächsten Hotel in Ikebukuro zu wechseln. Dass wir damit ausgerechnet in die morgendliche Rushhour gerieten, war nicht unbedingt ideal – aber auch das gehört wohl zu den Erfahrungen einer Reise durch Tokyo.

Nach dem Frühstück im neuen Hotel begann das eigentliche Tagesprogramm. Und auf der Agenda stand einiges. Die Route hatte ich bereits im Vorfeld der Exkursion zusammengestellt, um an diesem Tag ganz unterschiedliche Positionen zeitgenössischer japanischer Architektur möglichst unmittelbar miteinander vergleichen zu können.

Den Auftakt bildeten mehrere Bankfilialen in Kawaguchi, deren Innenräume von Emmanuelle Moureaux gestaltet wurden. Ihre Arbeit mit Farbe, Schichtung und räumlicher Tiefe war uns bereits aus der Vorbereitung bekannt – vor Ort ließ sich jedoch sehr viel unmittelbarer erleben, wie stark Farbe selbst zum raumbildenden Element werden kann.

Danach führte unser Weg zu Shigeru Bans Curtain Wall House. Schon der Name beschreibt das zentrale Thema des Hauses: Die klassische massive Gebäudehülle wird infrage gestellt und durch große, bewegliche Vorhänge ergänzt. Ein Wohnhaus, bei dem die Grenze zwischen Innen- und Außenraum auf ungewöhnliche Weise veränderbar wird.

Weiter ging es zu den Apartment Houses von Sou Fujimoto. Auch hier begegnete uns eine Architektur, die vertraute Vorstellungen vom Wohnen und von der Abgrenzung einzelner Räume hinterfragt. Die vielen kleinen Baukörper, Ebenen und Zwischenräume erzeugen ein räumliches Gefüge, das beinahe wie eine kleine Stadt wirkt.

Am Nachmittag erreichten wir schließlich das Tree-ness House von Akihisa Hirata. Die komplexe, fast organisch wirkende Architektur mit ihren zahlreichen Vorsprüngen, Terrassen, Pflanzen und Zwischenräumen war noch einmal ein deutlicher Kontrast zu den zuvor besuchten Gebäuden.

Nach einem langen Tag führte uns die Route am Abend noch zu einem weiteren Gebäude Hiratas, dem Overlap House. Damit endete ein Tag, an dem wir innerhalb weniger Stunden sehr unterschiedliche Vorstellungen davon kennenlernen konnten, wie Architektur Raum, Fassade, Farbe, Natur und das Verhältnis zwischen Innen und Außen neu interpretieren kann.

Und natürlich gehörte nach so vielen Kilometern auch das gemeinsame Abendessen dazu. In der Nähe der Ōtsuka Station ließen wir den Tag bei Yakiniku ausklingen – japanischem Barbecue, bei dem Fleisch und andere Zutaten direkt am Tisch gegrillt werden.

Gegen 23 Uhr kamen wir schließlich wieder im Hotel an. Ein langer Tag – aber genau solche Tage zeigen im Rückblick auch, wie viel sich auf einer gut vorbereiteten Exkursion entdecken lässt.

07.05 Sonntag – Tokyo – Chyoda – Imperial Garden – Internationales Design Forum – Roppongi Hills

7. Mai 2023 · Regentag

  • 08:00 Uhr Treffen im Loungebereich des Hotels 9 Hours Asakasa
  • 09:00 Uhr Chiyoda Imperial Garden
  • 10:00 Uhr International Designforum
  • ca. 12:00 Uhr 21 21 Design Sight Museum – Tada Ando
  • ca. 13:00 Uhr Mittagessen / Café / Blue Bottl Roppongi
  • ca. 14:00 Uhr Lucien Pellat-Finet – Shopgestaltung – Kengo Kuma
  • ca. 15:00 Uhr Suntory-Kunstmuseum _ Architektur und Ausstellung – – Glas – Kengo Kuma
  • 20:00 Uhr Ankunft im Hotel
  • Abendessen / Snack und Packen – Taschen
  • Upload Reiseblock – 360° Pictures

Der Sonntag begann früh – und mit Regen. Um 8 Uhr trafen wir uns im Loungebereich unseres Hotels 9h nine hours Akasaka, bevor wir uns auf den Weg nach Chiyoda machten.

Erste Station war der Imperial Garden. Trotz des wenig einladenden Wetters ging es anschließend weiter zum International Design Forum. Gerade an einem solchen Regentag bot sich ein Programm an, bei dem sich Außenräume, Architektur, Design und Ausstellungen immer wieder abwechselten.

Gegen Mittag erreichten wir 21_21 DESIGN SIGHT in Roppongi. Das von Tadao Ando entworfene Museum fügte sich fast zurückhaltend in die Umgebung ein – ein großer Teil der Ausstellungsräume liegt unter der Erde. Nach den vielen Ando-Bauten, die wir während der Reise bereits gesehen hatten, war es spannend, hier noch einmal eine ganz andere Museumsarchitektur von ihm zu erleben.

Danach blieb Zeit für eine Mittagspause und einen Kaffee bei Blue Bottle Coffee in Roppongi, bevor es weiter durch das Viertel ging. Auf unserem Programm stand auch Lucien Pellat-Finet, ein von Kengo Kuma gestalteter Shop. Hier wurde selbst ein vergleichsweise kleiner Innenraum zu einem interessanten Beispiel dafür, wie Material, Konstruktion und räumliche Wirkung zusammenspielen können.

Am Nachmittag besuchten wir schließlich das Suntory Museum of Art. Neben der Ausstellung interessierte uns auch hier die Architektur und Innenraumgestaltung von Kengo Kuma – insbesondere der Umgang mit Glas, Holz, Licht und fein gegliederten Oberflächen.

Nach einem langen Tag im regnerischen Tokyo kamen wir gegen 20 Uhr wieder im Hotel an. Der Abend war eher praktisch: etwas essen, Taschen packen und die 360°-Aufnahmen für den Reiseblog hochladen. Am nächsten Morgen sollte es schließlich schon wieder weitergehen.