SHIBUYA SKY

Der Gedanke

Ganz oben angekommen, fühlt es sich für einen Moment an, als wäre hier nicht Schluss. Als könnte man von dieser Plattform aus ganz einfach weiterreisen – hinaus aus Tokio und direkt ins Weltall.

Der Weg nach oben ist Teil dieser Inszenierung. Aufzüge, Licht, Projektionen und dunkle Übergänge lösen einen Stück für Stück von der Stadt, bis sich schließlich der Himmel öffnet. Auf dem Dach wird aus dem Hochhaus eine große, beinahe schwerelose Fläche. Viel Glas, viel Himmel, Wind – und Tokio weit unter den Füßen.

Dabei könnte der Gegensatz kaum größer sein. Unten liegt Shibuya: dicht, laut, voller Menschen, Verkehr, Leuchtreklamen und Bewegung. Von hier oben wird daraus ein Geflecht aus Straßen, Gebäude und Lichtern. Selbst die berühmte Kreuzung wirkt plötzlich erstaunlich klein.

Shibuya Sky ist deshalb weniger eine klassische Aussichtsplattform als eine sorgfältig inszeniertes Spiel mit der Perspektive. Nicht nur der Blick auf Tokio zählt, sondern auch das Gefühl, sich für einen Moment von der Stadt zu lösen.

Und während Tokio unter einem bis zum Horizont reicht, richtet sich der Blick irgendwann fast automatisch nach oben.

Vielleicht ist das genau die Idee:
Nicht nur auf die Stadt hinunterzusehen, sondern für einen Moment zu glauben, von hier aus könnte es noch weitergehen.

TEAMLAB

Der Gedanke

Nach vielen Tagen in den Städten von Japan unterwegs, vielen Kilometern zu Fuß und unzähligen Eindrücken war der Besuch im teamLab auf eine ganz eigene Weise erfrischend. Schuhe und Socken bleiben am Eingang zurück – und plötzlich bewegt man sich teilweise barfuß durch die Ausstellung.

Mal führt der Weg durch Wasser, mal über weiche oder unerwartet nachgebende Böden, durch dunkle Räume, Licht, Spiegelungen und Projektionen. Die Grenzen zwischen Raum, Bild und Bewegung beginnen sich aufzulösen. Man betrachtet die Installationen nicht einfach von außen, sondern wird selbst Teil davon.

Besonders faszinierend ist, wie unmittelbar der eigene Körper in die Wahrnehmung einbezogen wird. Wasser umspült die Füße, Licht verändert den Raum, Bilder reagieren auf Bewegung und setzen sich über Wände und Boden hinweg fort. Manchmal verliert man für einen Moment sogar das Gefühl dafür, wie groß ein Raum tatsächlich ist und wo seine Grenzen liegen.

Nach den bereits vielen Tagen auf den Beinen fühlte sich gerade das Laufen durch das Wasser überraschend wohltuend an. Fast wie eine kleine Pause innerhalb der Reise – obwohl es gleichzeitig unglaublich viel zu entdecken gab.

teamLab war für mich deshalb weit mehr als eine digitale Ausstellung. Es war ein faszinierendes räumliches Erlebnis, bei dem Sehen, Bewegung, Berührung und die eigene Wahrnehmung miteinander verschmelzen – und eines, das noch lange in Erinnerung bleibt.

SHIBUYA SKY

 (Persönlicher Wunsch/Vorschlag Kilian)

Beitragsbilder: Exkursion 2023

Aussichtsplattform 230 Meter über Shibuya. 360° Sicht über Tokyo. Super Alternative zum Tokyo Tower und Skytree. (Wäre auch super cool als Programmpunkt für den Abend) 

https://www.klook.com/de/activity/70672-shibuya-sky-tokyo/

https://www.japan.travel/de/de/japanbucketlist/shibuya-sky-aussichtsplattform/