Sonnentag
- 07:30 Uhr – Treffen im Lounge-Bereich vom Hotel Wing
- 08:30 Uhr – Fischmarkt alt + neu?
- Frühstück – Sushi
- 10:45 Uhr – Meeting vor dem TeamPlanet Tokyo – Gedanken >>>
- 13:30 Uhr – Mittagessen vegan Ramen im Teamlab
- 14:30 Uhr – 18:00 Uhr Ginza
- Nakagin Capsule Tower
- Mikimoto Tower
- Itoya Paper
- Luis Vuitton Ginza
- Muji
- Kayanoya / Nihonbashi
- Luis Vuitton Matsuya
- Tokyo International Forum
- ca. 18:00 Uhr – Abendessen nur Snack
- 19:20 Uhr – Teamlab – Shibuya Sky Roof Top – Gedanken >>>
Ein weiterer sonniger Tag in Tokio begann früh. Bereits um 7:30 Uhr trafen wir uns im Lounge-Bereich unseres Hotels und machten uns anschließend auf den Weg zu den Fischmärkten. Auf dem Programm standen der traditionelle Tsukiji Outer Market und der neuere Fischmarkt in Toyosu. Und was könnte als Frühstück an einem solchen Morgen passender sein als Sushi?

Danach ging es weiter zum teamLab Planets Tokyo. Nach vielen Tagen in den Städten Japans, vielen Kilometern zu Fuß und unzähligen Eindrücken war dieser Besuch auf eine ganz eigene Weise erfrischend. Schuhe und Socken blieben am Eingang zurück – und plötzlich bewegten wir uns barfuß durch die Ausstellung.
Mal führte der Weg durch Wasser, mal über weiche oder unerwartet nachgebende Böden, durch dunkle Räume, Licht, Spiegelungen und Projektionen. Die Grenzen zwischen Raum, Bild und Bewegung begannen sich aufzulösen. Man betrachtete die Installationen nicht einfach von außen, sondern wurde selbst Teil davon.
Besonders faszinierend war, wie unmittelbar der eigene Körper in die Wahrnehmung einbezogen wurde. Wasser umspülte die Füße, Licht veränderte den Raum, Bilder reagierten auf Bewegung und setzten sich über Wände und Böden hinweg fort. Manchmal verlor man für einen Moment sogar das Gefühl dafür, wie groß ein Raum tatsächlich war und wo seine Grenzen lagen.
Nach den bereits vielen Tagen auf den Beinen fühlte sich gerade das Laufen durch das Wasser überraschend wohltuend an – fast wie eine kleine Pause innerhalb der Reise, obwohl es gleichzeitig unglaublich viel zu entdecken gab.
Für mich war teamLab deshalb weit mehr als eine digitale Ausstellung: ein faszinierendes räumliches Erlebnis, bei dem Sehen, Bewegung, Berührung und die eigene Wahrnehmung miteinander verschmolzen.




Nach diesem besonderen Erlebnis stärkten wir uns noch mit veganen Ramen, bevor es am Nachmittag weiter nach Ginza ging. Dort wartete wieder ein dichtes Programm aus Architektur, Innenraumgestaltung, Design und natürlich dem unmittelbaren Erleben der Stadt.
Zu unseren Stationen gehörten unter anderem der Mikimoto Ginza 2, Itoya mit seinen zahlreichen Etagen rund um Papier und Gestaltung, Muji sowie die außergewöhnlichen Gebäude und Fassaden internationaler Modehäuser. Auch Louis Vuitton gehörte zu unserem Weg durch Ginza. Gerade hier lässt sich auf vergleichsweise engem Raum erleben, wie stark Architektur selbst zum Bestandteil der Identität einer Marke wird.
Auch der Nakagin Capsule Tower, eines der bekanntesten Beispiele des japanischen Metabolismus, spielte auf unserer Route anders als 2016 leider keine Rolle mehr. Das Gebäude selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits abgerissen. Sein ehemaliger Standort erinnerte jedoch an einen Bau, der über Jahrzehnte zu den Architekturikonen Tokios gehörte.
Unser Weg führte uns weiter durch das Stadtgebiet, unter anderem in Richtung Nihonbashi, und schließlich zum Tokyo International Forum. Der große gläserne Bau mit seinem eindrucksvollen, weit gespannten Innenraum bildete noch einmal einen ganz anderen architektonischen Maßstab als viele der zuvor besuchten Geschäfte und kleineren Stadträume.
Nach diesem langen Nachmittag blieb gegen 18 Uhr nur Zeit für einen kleinen Snack, denn auch damit war der Tag noch nicht beendet.
Am Abend ging es weiter nach Shibuya. Um 19:20 Uhr stand mit Shibuya Sky noch einmal ein ganz anderer Blick auf Tokio auf dem Programm. Hoch über der Stadt öffnete sich der Blick über das scheinbar endlose Häusermeer – auf Straßen, Lichter und die dichte Struktur dieser riesigen Metropole.



Nach einem Tag, der morgens auf dem Fischmarkt begonnen hatte, uns barfuß durch die immersiven Räume von teamLab und anschließend durch Architektur und Design in Ginza geführt hatte, war dieser Blick von oben ein eindrucksvoller Abschluss.
Ein langer und ausgesprochen vielfältiger Tag in Tokio – vom Sushi-Frühstück am Morgen bis zum nächtlichen Blick über die Stadt.