Regentag bis 10:00 Uhr
- 06:00 Uhr – Treffen im Lounge-Bereich vom Hotel 9 Hours, Taschen holen, Tasche mit Handtüchern zurückbringen und auschecken.
- Transport der Koffer ins neue Hotel Hotel Wings in Ikebukuro – bedauerlicherweise genau in der Rushhour
- ca. 10:00 Uhr Frühstück im neuen Hotel
- ca. 11:30 Uhr Architektur Bank 1 Kawaguchi – Emmanuelle Moreaux
- ca. 12:30 Uhr Architektur Bank 2 – Emmanuelle Moreaux
- ca. 13:30 Uhr Curtain Wall House – Shigeru Ban
- ca. 14:00 Uhr Architektur Bank 3 – Emmanuelle Moreaux
- ca. 15:00 Uhr Apartment Houses – Sou Fujimoto
- ca. 16:00 Uhr Tree Ness House – Akhisa Hirata
- ca. 19:30 Uhr Overlab House – Akihisa Hirata
- 20:00 Uhr Abendessen – Barbecue Restaurant Yakiniku Gyu in der Nähe der Otsuka Station
- 23:00 Ankunft im Hotel
- Reiseblog – 360° Pictures + Webseite
Der Montag begann früh – und zunächst ziemlich nass. Bereits um 6 Uhr trafen wir uns im Lounge-Bereich unseres Capsule Hotels 9h, um auszuchecken und mit unserem Gepäck zum nächsten Hotel in Ikebukuro zu wechseln. Dass wir damit ausgerechnet in die morgendliche Rushhour gerieten, war nicht unbedingt ideal – aber auch das gehört wohl zu den Erfahrungen einer Reise durch Tokyo.
Nach dem Frühstück im neuen Hotel begann das eigentliche Tagesprogramm. Und auf der Agenda stand einiges. Die Route hatte ich bereits im Vorfeld der Exkursion zusammengestellt, um an diesem Tag ganz unterschiedliche Positionen zeitgenössischer japanischer Architektur möglichst unmittelbar miteinander vergleichen zu können.
Den Auftakt bildeten mehrere Bankfilialen in Kawaguchi, deren Innenräume von Emmanuelle Moureaux gestaltet wurden. Ihre Arbeit mit Farbe, Schichtung und räumlicher Tiefe war uns bereits aus der Vorbereitung bekannt – vor Ort ließ sich jedoch sehr viel unmittelbarer erleben, wie stark Farbe selbst zum raumbildenden Element werden kann.
Danach führte unser Weg zu Shigeru Bans Curtain Wall House. Schon der Name beschreibt das zentrale Thema des Hauses: Die klassische massive Gebäudehülle wird infrage gestellt und durch große, bewegliche Vorhänge ergänzt. Ein Wohnhaus, bei dem die Grenze zwischen Innen- und Außenraum auf ungewöhnliche Weise veränderbar wird.

Weiter ging es zu den Apartment Houses von Sou Fujimoto. Auch hier begegnete uns eine Architektur, die vertraute Vorstellungen vom Wohnen und von der Abgrenzung einzelner Räume hinterfragt. Die vielen kleinen Baukörper, Ebenen und Zwischenräume erzeugen ein räumliches Gefüge, das beinahe wie eine kleine Stadt wirkt.
Am Nachmittag erreichten wir schließlich das Tree-ness House von Akihisa Hirata. Die komplexe, fast organisch wirkende Architektur mit ihren zahlreichen Vorsprüngen, Terrassen, Pflanzen und Zwischenräumen war noch einmal ein deutlicher Kontrast zu den zuvor besuchten Gebäuden.
Nach einem langen Tag führte uns die Route am Abend noch zu einem weiteren Gebäude Hiratas, dem Overlap House. Damit endete ein Tag, an dem wir innerhalb weniger Stunden sehr unterschiedliche Vorstellungen davon kennenlernen konnten, wie Architektur Raum, Fassade, Farbe, Natur und das Verhältnis zwischen Innen und Außen neu interpretieren kann.
Und natürlich gehörte nach so vielen Kilometern auch das gemeinsame Abendessen dazu. In der Nähe der Ōtsuka Station ließen wir den Tag bei Yakiniku ausklingen – japanischem Barbecue, bei dem Fleisch und andere Zutaten direkt am Tisch gegrillt werden.
Gegen 23 Uhr kamen wir schließlich wieder im Hotel an. Ein langer Tag – aber genau solche Tage zeigen im Rückblick auch, wie viel sich auf einer gut vorbereiteten Exkursion entdecken lässt.